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Podiumsdiskussion

Rahmenprogramm

Arena 06

Die größte Gerüchteküche der Welt? -
Das Internet als Herausforderung für die Krisenkommunikation.

Eindrücke aus der Arena
Fotogalerie der Arena
Originalposter der Arena (871 KB)


Es diskutierten
Philip Graf Dönhoff
(Netzeitung)

Prof. Dr. Dieter Herbst
(UdK Berlin, Universität St. Gallen)

Dr. Thorsten Hofmann
(PRGS-ECCO Berlin)

Jens Nordlohne
(Victrix Causa)

Colin Schlüter
(Attac Deutschland)


Moderator
Dr. Martin Emmer
(Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft)


Poster
Markus Seifert
(Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft)


Thema der Arena
Die Spannung dieser Arena besteht darin, dass die Plattform Internet sowohl Ausgangspunkt einer Krise als auch ein wichtiges Kommunikationsinstrument im Krisenfall sein kann. Durch die enorme Schnelligkeit, Aktualität und Reichweite kann das World Wide Web die Krisenkommunikation bei guter Vorbereitung enorm erleichtern und eine ideale Ergänzung zu herkömmlichen Kommunikationsmaßnahmen darstellen. Insbesondere die Schnelligkeit kommt dem Medium in Krisensituationen zu Gute, da es gewissermaßen eine parallele Berichterstattung in Echtzeit erlaubt und mit dem gewaltigen Tempo der Krise einigermaßen Schritt halten kann. Darüber hinaus lässt sich innerhalb kürzester Zeit ein erheblicher Teil der Zielgruppe erreichen, die zudem in globaler Dimension angesprochen werden kann. Zudem bietet sich durch Eigenschaften wie Multimedialität, Interaktivität und Hypermedialität die Möglichkeit, Botschaften wesentlich eindringlicher zu vermitteln. Das Internet bietet demzufolge im Idealfall eine hervorragende Dialogplattform, die bei der Krisenkommunikation verstärkt Berücksichtigung finden muss.

Abseits solch positiver Effekt kann das Web jedoch auch selbst zum Auslöser von Krisensituationen werden. Mit dem Internet verfügen Verbraucher über ein neues Machtinstrument, das sie gezielt gegen Unternehmen und Institutionen einsetzen können. Diesen droht dabei der Verlust der Informations- und Meinungsführerschaft, da Informationen vollkommen ungefiltert auf privaten Homepages, in E-Mails oder Newsgroups verbreitet werden können. Zudem besteht für Betroffene die Möglichkeit, sich mit geringem Aufwand im Netz zu organisieren und bspw. einschlägige "Anti-Sites" im WWW zu veröffentlichen. Für das Kommunikationsmanagement bedeuten die Chancen und Risiken der Online-Kommunikation eine vollkommen neue Herausforderung, die besonders im Rahmen der Krisenprävention beachtet werden müssen. Prinzipiell stellt sich dabei die Frage, inwieweit eine nachhaltige Vertrauensbildung in der Anonymität des WWW für Unternehmen und Institutionen überhaupt möglich ist.

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