Grußwort

Inhaltliche Ausrichtung

Schirmherr

Kuratorium

Organisatoren

Zwei Richtungen - ein Fokus

Auf dem Krisenkommunikationskongress Ilmenau wird der inhaltliche Fokus auf zwei Bereichen liegen, die auf den ersten Blick sehr unterschiedlich erscheinen, bei genauerer Betrachtung aber sehr ähnliche Strukturen, Bedingungen und Leistungen aufweisen. Der kritische Blick auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede wird zu gewinnbringenden Impulsen für den Umgang mit Krisensituationen führen.

(a) Organisationskommunikation: Krisenkommunikation als Public Relations
In diesem Bereich geht es insbesondere um die Frage, wie Unternehmen und Institutionen in Krisensituationen kommunizieren. Im Mittelpunkt der Betrachtungen stehen die Bedingungen, Formen und Folgen von Krisenkommunikation als Teil der Organisations- bzw. Unternehmenskommunikation. Dabei spielt die Vorbereitung auf eine erfolgreiche Kommunikationsstrategie ebenso eine Rolle wie die verschiedenen Facetten der Medienberichterstattung im Krisenfall. Insgesamt ist die Praxisrelevanz der Krisenkommunikation als Bestandteil unternehmerischen Handelns deutlich gestiegen. Doch trotz eines erhöhten Problembewusstseins werden die Präventionsmöglichkeiten und die Chancen der Bewältigung von Krisensituationen bisher nur unzureichend berücksichtigt!

(b) Politische Kommunikation: Krisenkommunikation im Kontext (sicherheits-)politischer Konflikte
Dieser Bereich bezieht sich primär auf politische Konflikte und gewaltsame Auseinandersetzungen. Im Mittelpunkt der Betrachtungen steht die Analyse der medialen Produktion, Präsentation und Rezeption konfliktiver Ereignisse. Ein besonderes Augenmerk dieses gesellschaftlich hoch relevanten Gebietes liegt dabei auf dem komplexen Beziehungsgeflecht von Politik, Militär und Medien. In den vergangenen Jahren konnte eine zunehmende Professionalisierung der sicherheitspolitischen Öffentlichkeitsarbeit beobachtet werden. Damit verbunden war die Herausbildung komplexer Strukturen für das Management sicherheitspolitisch-militärischer Kommunikation. Die Medienkommunikation spielt bei Konflikten eine entscheidende Rolle, da die medialen Strukturen für eine enorme Aufmerksamkeit in Krisensituationen sorgen. Dies zieht die Inszenierung von Auseinandersetzungen zu regelrechten Medienereignissen nach sich und führt zu vielfältigen neuen Herausforderungen auf kommunikativer Ebene.

Das Konzept
Trotz offensichtlicher Gemeinsamkeiten der beiden Themenkomplexe gab es bisher nur wenige Versuche, die beiden Bereiche konzeptionell miteinander zu verbinden. Der Krisenkommunikationskongress Ilmenau verfolgt demnach eine äußerst innovative Zielsetzung und möchte dazu beitragen, den Austausch zwischen den verschiedenen Disziplinen und Branchen zu fördern. Die unterschiedlichen Perspektiven werden hochinteressante Gespräche über aktuelle Herausforderungen und die zukünftige Entwicklung der Krisenkommunikation ermöglichen. Darüber hinaus besteht für alle Beteiligten die Möglichkeit zu einem umfassenden Erfahrungs- und Gedankenaustausch. Insbesondere den studentischen Teilnehmern wird die Möglichkeit geboten, zahlreiche neue Erkenntnisse auf dem Gebiet der Krisenkommunikation zu gewinnen um sich für eine Tätigkeit in diesem Bereich zu qualifizieren.

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